Fotolehrbücher erklären gerne, wie man Landschaften fotografiert: klarer Vordergrund, starke Linienführung, ausgewogene Belichtung und natürlich keine störenden Elemente im Bild.
Also habe ich mich auf eine Bank gesetzt, die Kamera zwischen die Knie gehalten und praktisch alles davon ignoriert.
Das Ergebnis zeigt weder die schönste Aussicht noch die spektakulärste Komposition. Es zeigt etwas viel Selteneres: den Augenblick, in dem man beschließt, dass die Aussicht gerade wichtiger ist als das Foto. Manchmal reicht es, einfach dazusitzen, die Beine auszustrecken und die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Die Kamera durfte dabei nur kurz beweisen, dass sie ebenfalls anwesend war.



