Es gibt zwei Möglichkeiten, auf einer Hafenpromenade in der blauen Stunde zu fotografieren: Man stellt das Stativ ordentlich hin – oder man folgt dem alternativen Trainingsplan.
Während unsere Trainerin Urlaub machte und uns freundlicherweise dazu aufforderte, weiterhin brav den Unterarmstütz zu üben, ergab sich hier eine praktische Gelegenheit. Kamera runter, Bauchspannung halten, Ellenbogen stabilisieren und hoffen, dass niemand denkt, der Fotograf hätte einfach schlappgemacht.
Der Vorteil dieser Methode: Die Kamera kommt auf Pflasterstein-Niveau und das nasse Kopfsteinpflaster reflektiert die Lichter der Promenade perfekt. Der Nachteil: Der Fotograf merkt plötzlich, dass so ein Unterarmstütz länger dauert als gedacht – besonders, wenn man noch auf den richtigen Moment der blauen Stunde wartet.
Am Ende bleibt also die Erkenntnis: Manchmal ist Landschaftsfotografie einfach nur funktionelles Training.









