Ein Sonnenuntergang, wie aus dem Lehrbuch: warmes Licht, das sich durch knorrige Äste kämpft, ein Geländer als saubere Linie ins Bild und irgendwo dahinter diese ruhige Weite, die eigentlich alles trägt. Eigentlich. Denn im Vordergrund liegt das wahre Drama – ein Teppich aus Gras und Laub, der sich redlich bemüht, genauso wichtig zu sein wie der Sonnenuntergang. Ist er aber nicht. Und irgendwo dazwischen steht der Fotograf, der diesmal erstaunlich oft „Stopp“ gesagt hat, bevor er alle Regler endgültig ins Jenseits geschoben hat. Man könnte fast meinen, er lernt dazu. Fast.
Fast perfekt – wäre da nicht ich gewesen

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