Motorsägen, Mühlen und misstrauische Eisesser

Ein ganz normaler Urlaubstag im Spreewald…

Manchmal beginnt ein Urlaubstag leise. Und manchmal eben mit einer Motorsäge. So geschehen heute Morgen – akustisch irgendwo zwischen Forstwirtschaft und Presslufthammer-Romantik. Immerhin gab’s als Entschädigung einen 20-Euro-Gutschein fürs Eiscafé. Man nimmt, was man bekommen kann.

Der Vormittag führte uns nach Straupitz – inklusive Pflichtprogramm aus Schinkelkirche Straupitz, Kornspeicher und dem Spreewaldbahn Museum Straupitz. Technik-Nostalgie trifft märkische Beschaulichkeit.

Mittag gab’s an der Holländerwindmühle Straupitz – stilecht mit „Toter Oma“ und Kartoffelsuppe. Parallel dazu: eine Reisegruppe im Modus „Tür auf, Tür auf, Tür auf“, die zuverlässig für Durchzug sorgte. Die Stimmung kippte entsprechend leicht zugig – zumindest am Tisch.

Weiter ging’s nach Burg (Spreewald). Vom Bismarckturm Burg aus per Rad ins Zentrum, kurzer Stopp am Kahnhafen, dann Richtung Spreewald Therme. Dazwischen das Highlight des Tages: Eis im Eiscafé Eisvogel – inklusive spontaner Fahrrad-Ausstellung. Während wir unser Eis genossen, wurden unsere Räder von umstehenden Gästen fachmännisch inspiziert. Vermutlich stilles Urteil: „Ganz ordentlich, aber Luft nach oben.“

Ein kurzer Abstecher zum alten Bahnhof der Spreewaldbahn durfte natürlich nicht fehlen, bevor es weiter nach Lübben (Spreewald) ging.

Dort dann der Kontrast: hübscher Kahnhafen, solides Schloss Lübben – aber eine Altstadt, die eher an sozialistische Beton-Experimente erinnert als an lebendige Idylle. Menschen? Mangelware.

Gerettet wurde der Tagesabschluss durch einen Klassiker: Gurkenkauf bei „Gurken Paule“. Wenn schon sonst wenig los ist, dann wenigstens ordentlich eingelegt.

Wettertechnisch übrigens eine Punktlandung: Vormittags Regen, nachmittags bestes Radfahrwetter. Fast so, als hätte jemand den Schalter umgelegt.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert