Querdenken 621

Es kam wie es kommen musste. Aus dem Lockdown wurde ein Shutdown. Es war auch nicht schwer diese Entwicklung schon Ende Oktober zu prognostizieren. Es fehlte schon hier eine langfristige Strategie, wie wir mit der Pandemie umgehen sollen.

Sonntagmittag wurde der Vorspann zum Biathlon Weltcup in Hochfilzen durch die Pressekonferenz aus der Waschmaschine jäh unterbrochen. Der Unmut meiner Mutter sollte bis nach Berlin geschallt haben. Geändert hat dies allerdings nichts. Wir werden bis zum 10. Januar in kollektive Sippenhaft genommen. Alleine zu Weihnachten gönnt man uns etwas Ausgang. Viel mehr konnte in der einen Stunde Beratung auch nicht herauskommen. Die markigen Worte aus Bayern ignoriere ich mal besser. Ich sollte lieber meine Gedanken zum Projekt Wissensdatenbank schriftlich festhalten.

Montagmorgen ging es mit markigen Sprüchen gleich weiter. Die Appelle aus der Waschmaschine scheinen in einigen Gehörgängen ins Leere zu laufen. Die Reduzierung der sozialen Kontakte fällt sicher vielen schwer. Eine Alternative dazu haben wir allerdings nicht. Mit unserer Kommunikationstechnik sind wir gottlob in der Lage, die Folgen etwas zu mindern. Vor lauter Sprüchen bin ich nicht dazugekommen, meine Gedanken zur Wissensdatenbank schriftlich festzuhalten.

Der Dienstag verlief endlich nach meinem Geschmack. Das Update der Bananensoftware lief ohne Rollback durch. Die Pause davor nutzte ich, endlich meine Gedanken zur Wissensdatenbank schriftlich festzuhalten. Herausgekommen ist mithilfe von Wikipedia ein kleines Anforderungskonzept. Die grobe Richtung ist vorgegeben.

Die Nachricht des Mittwochs war, dass eben nicht alles dokumentiert ist. Leider kostet die Methode Versuch und Irrtum unsäglich viel Zeit, um eigentlich vorhandenes Wissen wiederzugewinnen. Aus Frust und mangels offener Geschäfte ging es zum „Schoppen“ in die Apotheke. Die Schlange davor hatte eine überschaubare Länge. Der Glühwein „to go“ fiel flach, wegen ist nicht und FFP 3 Masken waren schon vergriffen. Mein Rezept konnte ich einlösen. Ich trat den Rückzug ohne Schoppen und Maske an.

Donnerstag war ein Tag der vorweihnachtlichen Besinnlichkeit und Ruhe, wenn ich den Vergleich zu den vorherigen Tagen ziehen darf. Den letzten offiziellen Arbeitstag des Jahres sollte man auch in Ruhe ausklingen lassen. Erlösend war die Nachricht, dass mein neues Spielzeug auf die Reise geschickt wurde.

Der erste Versuch am Freitag an die neue c’t zu kommen scheiterte kläglich. Mit leeren Händen musste ich den Rückweg antreten. Für meine Wissensdatenbank habe ich einen benutzerdefinierten Seitentyp plus der dazugehörigen Taxonomie angelegt. Über die Weihnachtsfeiertage wird keine Langeweile in der selbstgewählten Isolation aufkommen.

Samstag bin ich bei strahlendem Wetter losgezogen mir die neue c’t zu kaufen. Das Datengrab für zu Hause habe ich schon. „So (un)sicher ist E-Health – Krankenkassen-Apps und Kartenterminals im Security-Check“ interessiert mich schon eher. Ein kleiner Kasten auf Seite 67, Krankenkassen-Apps: Sicherheit und Datenschutz, brachte mich zum Grübeln. Die Sicherheitsmängel in aktuellen Apps der Krankenkassen sowie der Kartenterminals in den Arztpraxen überraschen mich nicht. Ich kann nur hoffen, dass der analoge Weg mir auch in Zukunft offen steht.

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