Es scheint wieder in zu sein, über die eigenen Geräte und über Software zu schreiben. Gab’s vor zwanzig Jahren schon einmal. Damals hießen die Beiträge „Mein Set-up“, heute heißen sie „Transparenz“. Der Inhalt ist derselbe: eine Liste. Ordentlich, vollständig, folgenlos.
(mehr …)Kategorie: Wandern, Warten, Wahnsinn
Eine sarkastische Reise durch den Alltag eines Servicetechnikers, der zwischen IT-Problemen, Wanderabenteuern und Fahrradpannen nach dem Sinn des Lebens sucht. Mit jeder Menge Humor und einer Prise Wahnsinn erkunde ich die kleinen Tücken des Alltags – ob in Bettendorf, auf dem Berggipfel oder im Testlabor.
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Licht ohne Log-in
Es ist kalt. Der Schnee legt eine Decke über alles, was sonst stört. Eine Bank, leer. Darauf eine rote Sturmlaterne. Man weiß sofort, was dieses Bild erzählen will. Und genau da beginnt das Problem.
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Betriebsstätte im Kopf des Algorithmus
Ich habe keinen Betrieb. Keine Angestellten, keine Kundschaft, kein Klingelschild mit Öffnungszeiten. Kein Faxgerät im Flur, keine Kaffeemaschine für Mitarbeitende, keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer im Kopfkissen. Und trotzdem bekam ich Post vom Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Betreff: „Rundfunkbeitrag für Ihre Betriebsstätte“. Aktenzeichen inklusive. Das Ganze wirkte erstaunlich entschlossen für etwas, das es schlicht nicht gibt.
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Meinungsfreiheit, solange sie nicht stört
Ich habe die Nachrichten an Heiligabend 2025 als verstörend empfunden. Nicht wegen einer einzelnen Meldung, sondern wegen der Richtung, die sich abzeichnet. Menschen widersprechen offensichtlichen Fakes, melden Hasskommentare oder unterstützen Betroffene digitaler Gewalt – Dinge, die in Europa unter Demokratie laufen und keiner gesonderten Erklärung bedürfen. Und plötzlich stellt man fest: Genau dieses Engagement kann inzwischen ausreichen, um politisch aufzufallen. Allerdings nicht in Brüssel. Sondern in Washington.
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Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? – Der Atlantik, Rudi Carrell und das Ende der Gemütlichkeit
Früher war alles besser. Sagt man ja so. Und spätestens seit Rudi Carrell 1975 öffentlich danach fragte, wann es „mal wieder richtig Sommer“ wird, haben wir einen nostalgisch-melodischen Beweis dafür, dass es auch damals schon geregnet hat. Der Unterschied zu heute? Damals war der Regen wenigstens nicht mit Meereswarmwasser aus dem Atlantik angereichert.
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Neuland beginnt am Gartenzaun
Manche Menschen glauben, ihre Umgebung wie ihre Westentasche zu kennen. Das sind in der Regel dieselben Leute, die nicht wissen, wie viele Häuser es eigentlich in ihrer eigenen Straße gibt, weil sie jeden Tag exakt dieselbe Route zum Bäcker fahren – mit dem Auto natürlich. Wer sagt, er kenne „hier schon alles“, meint meist die drei Straßen zwischen Zuhause, Supermarkt und Arbeitsplatz. Der Rest? Terra incognita ohne WLAN.
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Und täglich grüßt das Aluhütchen
Warum ein Rechtsanwalt im Regen steht, dem Winzer der Josecco ausgeht – und was das Klima damit zu tun hat.
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Prall gefüllte Regale – prall gefüllter Unsinn?
Warum visuelle Beweise auf Social Media kein Beweis sind!
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„Mythos mit Kettenöl – Warum das Internet kein guter Ratgeber ist“
Ein Ratgeber gegen die Ratgeber
Wenn man YouTube, Instagram, Facebook oder ChatGPT glauben darf – was man nicht sollte –, dann ist Radreisen eine Mischung aus Transzendenz, Flow-Zustand und minimalistischer Selbstverwirklichung. Menschen radeln mit sonnengegerbtem Lächeln durch Lavendelfelder, filmen dabei Drohnenshots und erzählen Dir in HD, dass man mit 12 Litern Packvolumen ein ganzes Jahr unterwegs sein kann.
Spoiler: Kann man nicht. Oder sagen wir so: Nicht, ohne dass es irgendwann komisch riecht.
Zeit also, den Bildschirm auszuschalten und die Mythen auf ihren luftgefederten Hosenboden zu setzen – denn Realität ist das, was übrig bleibt, wenn der Algorithmus aus ist.
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