HD Bismarckplatz – Abtei Neuburg

Heidelberg hat nicht nur das Schloss zu bieten. Freunde von Kirchen, Klöstern und ihren Ruinen kommen ebenso auf ihre Kosten. Und ein naturtrüber Klosterhof, egal ob hell oder dunkel, ist eine willkommene Erfrischung.

Die Pandemie ist mitnichten vorbei. Der Virus hat unser Leben noch immer fest in seinem Griff. Die Hoffnung der Politik, durch Impfen würde sich eine ausreichende Herdenimmunität herstellen lassen, hat sich förmlich in Luft aufgelöst. Die Inzidenzen in diesem Herbst schlagen alles, was wir davor erlebt haben. Auch im zweiten Corona-Herbst sind wir weit davon entfernt, von einem „normalen“ Leben sprechen zu können.

Ausgangspunkt:Heidelberg, Bismarckplatz
Höhenunterschied:➚ 190 m ➘ 130 m
Anforderungenleicht
Einkehr:Klosterschenke
Dauer:ca. 2 Stunden
Länge:6,17 Kilometer

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Das Risiko sich im öffentlichen Nahverkehr mit dem Virus zu infizieren, halte ich bei den zur Zeit geltenden Hygienemaßnahmen für gering. Beim Besuch eines ausverkauften Fußballstadions hätte ich trotz 3G oder 2G mehr Bedenken. Das Risiko dürfte höher sein, wenn man zu einer Person ins Auto steigt und beide keine Masken tragen. Insofern könnte ich als geimpfter den Virus in mir tragen und weitergeben. Völlig unabhängig davon, ob die andere Person geimpft, genesen oder getestet ist. Ich weiß ja nicht, mit wem sie davor Kontakt hatte und ob dieser nicht zufällig Corona positiv war.

Als ich am Sonntagnachmittag zu Pia ins Auto stieg, war ich mir des Risikos also bewusst. Ich hätte natürlich auch den Bus nehmen können und wir hätten uns dann am Bismarckplatz getroffen. Ich habe es nicht getan und den bequemen Weg gewählt. Auch, wenn dieser in der Pandemie die größere Gefahr einer Infektion darstellt. Und ich bin gesichert nicht der einzige, der so handelt. Nach 18 Monaten sind wir langsam die Einschränkungen leid und gehen deshalb auch ein größeres Risiko ein. Das gilt vorwiegend für die, welche schon völlig geimpft sind.

Gelaufen sind wir dann auch. Der Plan war, dass wir zusammen bis zur Abtei Neuburg laufen und ich dann über den Zollstock wieder zurück zum Bismarckplatz laufe. Ich hätte schon vorher wissen müssen, dass dieser Plan von vorne zum Scheitern verurteilt war. Für die ersten 6 Kilometer benötigten wir etwas mehr als zwei Stunden und gegen 15 Uhr beginnt Mitte November die Dämmerung. Selbst mit meiner Stirnlampe wäre dies gegen Ende eine ungemütliche Tour geworden. Beim Bier anstatt Glühwein in der Klosterschenke war klar, dass ich Pia mit in die Textilsammlung Max Berk begleite und mit ihr dann auch zurückfahre.

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