Der Wald kennt kein Corona – Runde vom Bismarckplatz über Zollstock und Michaelskloster

Die obligatorische Radtour, bzw. Wanderung letztes Wochenende musste leider ausfallen. Mein Brötchengeber gedachte mich nach Potsdam schicken zu müssen und die Anreise auf meinen heiligen Sonntag zu legen. Dafür hatte ich die Zeit, mir so meine Gedankten über die aktuelle Corona-Lage zu machen.

Obwohl sich Covid-19 hauptsächlich über Mund und Nase ausbreitet, schließe ich nicht mehr aus, dass das größte Risiko von Arschlöchern ausgeht. Die aktuellen Inzidenzen lassen jedenfalls diese Schlussfolgerung zu. Egal, ob geimpft, getestet oder genesen, wer in ein voll besetztes Fußballstadion geht, ein Konzert besucht oder einen anderen Platz aufsucht, wo Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, spielt russisch Roulette mit seiner und der anderen Gesundheit. Für diese Erkenntnis reichen 3 Jahre auf der Baumschule völlig aus.

Ausgangspunkt:Heidelberg, Bismarckplatz
Höhenunterschied:➚ 420 m ➘ 420 m
Anforderungenmittelschwer
Einkehr:Waldschänke
Dauer:ca. 3 1/2 Stunden
Länge:11,2 Kilometer

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Wie gut, dass der Wald kein Corona kennt. Das liegt nicht unbedingt daran, dass alle Bäume Zweige haben. Der Weg dorthin wäre fast gefahrlos. Leider gibt es immer noch Zeitgenossen, welche nicht in der Lage sind, ihre Mund-Nase-Bedeckung ordnungsgemäß anzulegen. Freundlich grüßt einem der triefende Riechkolben gegenüber. Diese Klientel pfeift auch auf 3G im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Zumindest so lange dies nicht hinreichend durchgesetzt wird.

Gelaufen bin ich an diesem Sonntag auch. So bescheiden das Wetter war, so herrlich leer waren die Wanderwege rund um den Heiligenberg. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt waren nur die wirklich hart gesottenen unterwegs. Am Stickelsplatz kühlten die ersten Schneeflocken meinen Wintertee. Bis dahin war ich sehr flott unterwegs. Ich laufe um ein Vielfaches schneller, wenn ich alleine unterwegs bin. Somit bin ich auch nicht in die Dunkelheit geraten. Die mitgeführte Stirnlampe konnte ich im Rucksack lassen.

Nochmal zurück zum Virus, der unser Leben, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, fest im Griff hat. Ob ein General der Bundeswehr die richtige Besetzung für den Corona-Krisenstab ist, lasse ich mal dahingestellt. Mir kommt das so vor, als wenn unsere Ampelmännchen mit Kanonen auf Spatzen schießen wollen. Wir haben in diesem Land erstklassige Mediziner und Virologen. Ein Stab ohne diese Fachkompetenz wäre wie ein Gewehr ohne Munition. Die Aufgaben der Truppe sollten sich auf die Versorgung der Erkrankten, Verlegung von Patienten und Entsorgung des biologischen Sondermülls beschränken.

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