Kraichgau-Stromberg-Burgen-Tour

Der umsichtigen Fahrweise eines Sonntagsradlers verdankte ein Reh, dass es nicht Bekanntschaft mit einem Vorderreifen machen musste. Auf solche Schrecksekunden kann ich durchaus verzichten.

Ausgangspunkt:Zuzenhausen
Höhenunterschied:620 Meter
Anforderungenschwer
Einkehr:Schauen wir mal
Dauer:ca. 3,5 Stunden
Länge:52,1 km

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Am Abend bei einer isotonischen Hopfenkaltschale wurde mir klar, dass so eine Begegnung nicht unbedingt glimpflich für das Rotwild und meine Person ausgehen muss. Bis auf einen Schreck dürften wir beide den beinahe Zusammenstoß heil überstanden haben. Meine Rundtour konnte ich jedenfalls wie gewohnt fortführen.

Dabei zeigte sich der Sonntag von seiner besten Seite. Strahlend blauer Himmel und angenehmer Temperaturen versprachen eine Traumtour über 52 Kilometer durch den nördlichen Kraichgau. Auf dem Programm stand die Kraichgau-Stromberg-Burgen-Tour. Und weil mir die Distanz an diesem Sonntag zu kurz war, packte ich die Strecke zum Heidelberger Hauptbahnhof hin und zurück noch obendrauf. Insgesamt kamen so rund 68 Kilometer an diesem Tag zusammen.

Der Kraichgau wird auch das Land der tausend Hügel genannt. Wer plant die Tour nachzufahren, sollte sich bewusst sein, dass es ständig bergauf und wieder heruntergeht. Die Anstiege können stellenweise ekelig werden. Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass mich zweimal die Höchststrafe ereilte. Auf losem Untergrund war schieben die einzige Option. Ansonsten sind die Radwege auf der Rundtour in einem ganz passablen Zustand. Hauptsächlich geht es über asphaltierte Radwege oder befestigte Waldwege mit Schotterbelag.

Da wo Homo Erectus mit seiner CO² Dreckschleuder hinkommt, ist mit größeren Ansammlungen geistiger Neandertaler zu rechnen. Dabei mache ich keinen Unterschied, ob der fahrbare Untersatz zwei oder vier Räder hat. Hauptsache laut muss es sein. Der Parkplatz vor Burg Steinsberg war gut gefüllt. Ich zog es vor, nur eine Runde um die Burg zu drehen und mich möglichst schnell wieder aus dem Staub zu machen. So ist das leider, wenn Organspenderwetter im Ländle ist. Sinkende Inzidenzen sorgen für freie Kapazitäten auf den Intensivstationen.

Wesentlich entspannter ging es am Schloss in Neckarbischofsheim zu. Hier hatte sogar die Gastronomie des Schlosshotels geöffnet. Nach ein paar Bildern zog es mich weiter Richtung Neidenfels und der oben beschriebenen Begegnung der dritten Art. Damit wären schon fast alle alten Gemäuer und die Tour erzählt. Auf der Tour gibt so viel zu entdecken, dass dies nach einer Wiederholung schreit.

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